Regeln zum pfleglichen Umgang mit der Natur

Kanusport wird in der Natur betrieben. Wir sind auf die natürlichen Seen, Flüsse und Bäche angewiesen und wollen dabei die Natur erleben und uns in ihr erholen. Viele Kanusportler nehmen aber auch die Bedrohung und Gefährdung der natürlichen Umwelt unmittelbar wahr, werden davon besonders betroffen und haben schon allein deshalb ein ausgeprägtes Natur- und Umweltbewußtsein entwickelt.

Wir erheben bei der Ausübung unseres Sports einen Anspruch auf Gemeingebrauch, der auch anderen Naturnutzern wie Jägern, Anglern, Ornithologen und Spaziergängern zusteht. Die ordnungsgemäße Ausübung des Gemeingebrauchs stört die Natur genausowenig wie die ordnungsgemäße Ausübung des Jagd- oder Fischereirechts.

Helfe also mit, die Lebensmöglichkeiten der Tier- und Pflanzenwelt in Gewässern und Feuchtgebieten zu bewahren und zu fördern. Durch allgemeine Umweltverschmutzung, zerstörenden Wasserbau und intensive Landwirtschaft sind schon viel zu viele Lebewesen in ihrem Bestand gefährdet.

bulletVermeide das Parken in der freien Landschaft, sondern suche öffentliche Parkplätze auf. Ein längerer Trageweg auf befestigten Wegen zur Ein- und Aussetzstelle ist zumutbar.
bulletVermeide jede Beschädigung der Ufervegetation. Wähle möglichst trittsichere Ein- und Aussetzstellen und unempfindliche Rastplätze.
bulletMeide die Einfahrten in Röhrichtbestände, Schilfgürtel und in allen sonstigen dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien, sondern halte einen ausreichenden Mindestabstand. Nähere Dich auch nicht von Land her diesen Gebieten, um nicht in den Lebensraum von Vögeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen.
bulletMeide Kies-, Sand- und Schlammbänke sowie seichte Gewässer, insbesondere solche mit Wasserpflanzen.
bulletHalte einen ausreichenden Mindestabstand - je größer um so besser- zu Brut-, Rast- und Überwinterungsplätzen, zu Vogelansammlungen auf dem Wasser oder auf Bänken, ebenso zu Jungen führende Wasservögel.
bulletLaufe im Bereich der Watten keine Seehundsbänke an, um die Tiere nicht zu stören und zu vertreiben.
bulletVerzichte auf die Befahrung ungeeigneter und erkennbar übernutzter Gewässer. Informiere Dich vor Fahrtantritt über ausreichenden Wasserstand.
bulletBeachte die besonderen Bestimmungen in Naturschutzgebieten, erkundige Dich rechtzeitig bei örtlichen Naturschutz- und Kanuvereinen.
bulletAn kleinen Gewässern mit angrenzenden Naturschutzgebieten betrachten der Deutsche Kanuverband und seine Landeskanuverbände die Wasserwanderwege als Wanderwege im Sinne der Naturschutzgesetze und -verordnungen. Ein Verlassen der Wasserwanderwege, das heißt das Anlanden usw., ist hier selbstverständlich nicht gestattet, es sei denn, natürliche oder künstliche Hindernisse zwingen dazu.
bulletBenutze öffentliche Zeltplätze. Wildes Zelten in der freien Landschaft ist bei uns nur ausnahmsweise mit Genehmigung erlaubt, gar nicht in Landschafts- und Naturschutzgebieten.
bulletFeuermachen in der Natur ist äußerst gefährlich und sollte unterbleiben.
bulletMüll und Abfälle werden selbstverständlich mitgenommen und umweltfreudlich beseitigt.
bulletVerhalte Dich ruhig. Nehme Rücksicht auf andere. Achte auf fremdes Eigentum, besonders beim Umtragen und Erkunden an Wehren, Schleusen, Mühlen usw.